Anzeige 1939: Henkell Privat

Beitragsbild zur Henkell Anzeige von 1939
1939 gibt sich Henkell & Co. aus Wiesbaden mit dieser Anzeige mondän: der besondere Sekt für "große Gelegenheiten". Die Anzeige ist für die Zeit modern gestaltet und erinnert fast an ein Filmplakat.
1939 gibt sich Henkell & Co. aus Wiesbaden mit dieser Anzeige mondän: Der besondere Sekt für “große Gelegenheiten”. Die Anzeige ist für die Zeit modern gestaltet und erinnert fast an ein Filmplakat.

Zwei Wochen vor Erscheinen dieser Anzeige hatte das Deutsche Reich Polen überfallen und damit den Zweiten Weltkrieg ausgelöst.

Eine Flasche Henkell Privat kostete 5,50 Reichsmark – da war die Schaumweinsteuer, auch als Sektsteuer bekannt, schon eingerechnet.Wenn man die Kaufkraft vergleicht, entsprechen die 5,50 Reichsmark heute etwa 24,50 Euro. Sekt war also vergleichsweise teuer – daran war auch die Steuer schuld.

Diese Steuer hatte Kaiser Wilhem II. im Jahre 1902 zur Finanzierung der kaiserlichen Kriegsmarine eingeführt. Dann wurde sie 1933 abgeschafft –  und tatsächlich in 1939 zur Finanzierung der U-Boot-Flotte wieder eingeführt.

Die Steuer ist ein gutes Beispiel dafür, dass Steuern, die zweckgebunden eingeführt wurden, nach Wegfall des Zweckes einfach beibehalten werden. 2013 betrugen die Einnahmen aus dieser zur Finanzierung der U-Boot-Waffe wiedereingeführten Steuer immerhin 443 Millionen Euro…


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